Täglich Brot
Ernährung in vielen Lebenslagen
Im Allgemeinen wissen Frauen recht gut darüber Bescheid, was eine gesunde und ausgewogene Ernährung ausmacht. Den meisten ist bekannt, was eigentlich nur ausnahmsweise auf den Speiseplan gehört und welche Gerichte wahre Kalorienbomben sind. Auch darüber, welche Lebensmittel wichtig sind und wie man sie am besten zubereitet (z.B. garen statt frittieren), sind Frauen gut informiert.
Vorsorgen und Beschwerden lindern
Schwieriger wird es schon, wenn es um die Bedürfnisse in speziellen Lebensabschnitten (z.B. Wechseljahre) oder bei bestimmten Beschwerden (prämenstruelles Syndrom, Osteoporose usw.) geht. Dabei ist gerade in diesen Phasen die Ernährung besonders wichtig. Ausgewählte Lebensmittel können das Wohlbefinden beeinflussen und etwa während der Schwangerschaft dazu beitragen, dass es auch dem Ungeborenen gut geht (insbesondere bei Schwangerschaftsdiabetes).
Obwohl meistens ein bunter und mit etwas Bedacht zusammengestellter Speisezettel reicht, ist in manchen Fällen eine Nahrungsergänzung (z.B. Vitamine, Mineralien) sinnvoll. Allerdings: Weil ein Zuviel von diesen Mikronährstoffen wirkungslos oder im schlimmsten Fall sogar ungesund sein kann, erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke. Hier kann man Sie beraten, ob eine Nahrungsergänzung überhaupt notwendig bzw. welche Dosierung sinnvoll ist.
Weniger ist mehr
Als Faustregel für Kochtopf und Kühlschrank gilt: lieber Klasse statt Masse – d.h. weniger ausgewählte, hochwertige Lebensmittel statt einer Vorratskammer voller Junk-Food. Außerdem ist Vielfalt Trumpf. Etwa zwei Drittel der Kost sollte pflanzlichen Ursprungs sein.
Auf einen gesunden, ausgewogenen Speiseplan gehören:
- täglich Obst, Gemüse und Salat – ideal sind fünf Portionen pro Tag
- täglich Getreideprodukte (Vollkornbrot, Müsli, Vollkornpasta usw.)
- häufig Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen usw.)
- häufig Nüsse und Samen (Mandeln, Leinsamen etc.)
- weniger Fleisch, mehr Fisch (ca. 2- bis 3-mal pro Woche)
- täglich Milch und Milchprodukte (Joghurt, Quark, Buttermilch etc.)
- hochwertige Öle (z.B. Rapsöl oder in Walnüssen), weniger fettreiche Lebensmittel (z.B. Wurst, Chips, Mayonnaise)
- ausreichend Flüssigkeit (ca. 1,5 bis 2 Liter), ideal sind Saftschorle, Wasser, Kräutertee
- weniger Salz und Zucker, dafür mehr Kräuter für die nötige Würze
- möglichst wenig industriell verarbeitete Lebensmittel mit Zusätzen (Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel usw.)