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Schwangerschaft
Essen für zwei?

Heißhunger, wie er bei manchen Schwangeren (aufgrund von Blutzuckerschwankungen) auftritt, ist mitunter nur schwer zu kontrollieren – ebenso wie die ungewöhnlichen Vorlieben, die in dieser Zeit zuweilen entwickelt werden.

Dennoch gilt keinesfalls, dass in den besonderen neun Monaten durchgehend „für zwei“ gespeist werden sollte. Denn der Energiebedarf einer Schwangeren ist eigentlich nur geringfügig gesteigert. Lieber sollte besonderes Augenmerk auf eine ausgewogene und hochwertige Ernährung (und evtl. Nahrungsergänzung) gelegt werden – denn das Baby „isst“ von Anfang an mit.

Die wichtigen Aminosäuren, Fettsäuren (vor allem ungesättigte, z.B. Omega-3-Fettsäuren), Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe (Jod, Zink, Kalzium, Folsäure usw.) stecken u.a. in Obst, Gemüse, Salat, Nüssen, Milchprodukten, Vollkornprodukten sowie Fleisch und Fisch (z.B. Lachs, Hering, Makrele). Vegetarierinnen sollten abklären lassen, ob bei ihnen evtl. ein Eiweiß- oder Eisenmangel vorliegt.

 

Weil sie u.U. gefährliche Erreger enthalten, gehören einige Lebensmittel nicht auf den Teller einer Schwangeren. Zum Beispiel:

  • Rohmilch und Rohmilchprodukte (z.B. Camembert)
  • rohe Eier (in Dessertcremes, selbst gemachter Mayonnaise usw.)
  • rohes bzw. nur halb gegartes Fleisch (z.B. Tatar, Rohschinken)
  • roher Fisch (Sushi)
  • rohes Gemüse von jauchegedüngten Feldern
  • Sprossen und Sämereien unbekannter Herkunft

Bei den Getränken ist Alkohol in jeder Form tabu. Koffein (Cola, Kaffee, Schwarztee) bitte nur in Maßen. Weniger bekannt ist, dass auch chininhaltige Getränke (Bitter Lemon, Tonic Water) problematisch sein können.

Etliche Schwangerschaftsbeschwerden können durch ausgewählte Lebensmittel(gruppen) oder spezielle Ergänzungspräparate positiv beeinflusst werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wenn Sie etwa unter Übelkeit, Sodbrennen, Verstopfung, Hämorrhoiden oder Wadenkrämpfen leiden.

In der Schwangerschaft kann sich trotz „normaler“ Ernährung der Zuckerstoffwechsel verändern. Aufschluss darüber gibt der Glukosetoleranztest (siehe nächstes Kapitel).